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#mauterndorf#kultur#sehenswuerdigkeiten

Die Geschichte vom Markt Mauterndorf

Tauchen Sie ein in die mehr als 800 Jahre alte Geschichte

Das einzigartige Ortsbild ist geprägt von der Ausrichtung des ganzen Ortes auf die Burg hin, vom grossen, dreieckig angelegten Hauptplatz mit den rächtigen Trepengiebelhäusern und von den kräftigen Farben der geometrischen Ornamente, die viele Häuser zieren
Das Schlossmeierhaus und die Burg Mauterndorf in Mauterndorf

Das einzigartige Ortsbild

15 vor Christus

Die Römer bezwangen Noricum und Norea fiel in Ihre Hände. Dabei marschierten sie durch den Lungau, legten Straßen an und sicherten diese militärisch. Bei Mauterndorf vereinigten sich zwei Straßen, eine von Osten (Steindorf) und die andere von Süden (Neuseß) und führten dann über den Tauern. Römische Meilensteine zeugen noch heute von dieser Zeit.

Der Markt Mauterndorf

Im Mittelalter wurde eine Maut eingehoben

Im Mittelalter wurde eine Maut eingehoben, die dem Ort den Namen gab. Damals erhielt Mauterndorf seine Bedeutung durch den Handel über den Tauernpass, der nach dem Brennerpass in Tirol als einziger Pass auch im Winter den Norden mit dem Süden verband. Und bereits 1217 erhielt Mauterndorf von König Heinrich II. das Marktrecht und wurde somit früh zu einem regionalen Wirtschaftszentrum
Meilenstein in Mauterndorf

Der Meilenstein des Kaisers L. Septimius

Septimius Severus ließ die Römerstraße über den Radstädter Tauern erneuern. Eine Meile machte 1000 Doppelschritte aus, das sind 1482 Meter, also rund eineinhalb Kilometer.

Schlossmeierhaus in Mauterndorf

Das Schlossmeierhaus

Tatsächlich wurden vom "Mairhof zum Gstoß", wie das Haus genannt wurde, die Bewohner der Burg - der Pfleger, seine Familie und die Beamten des Domkapitels - mit den täglich benötigen Nahrungsmitteln versorgt. Der Begriff Meier leitet sich vom lateinischen "maiores villae" - Vorsteher des Hauses - ab und bezeichnet einen Verwalter. Zum Meierhof in Mauterndorf gehörten ein Stall, Vieh, Wiesen und Äcker. Im Meierhof selbst lebten der Meier mit den Dienstboten. In unmittelbarer Nähe befanden sich auch das Haus des Gerichtsdieners und das Haus des domkapitelschen Jägers und Fischers.
Seilerhaus und Botenhaus beim Hotel Neuwirt

Seilerhaus und Botenhaus

Das Seilerhaus zählt zu den ältesten Gebäuden des Marktes und hat einen spätgotischen Kern, auffällig ist die  eigentümliche Anordnung der Fenster, die offenbar mit den Werkstätten im Haus zu tun hatte.
Die farbige Bemalung entspricht den traditionellen natürlichen Putzmaterialien: für das Grau wurde Ruß beigemengt, dazu kamen Oxydrot und Oxydocker.
Der Beruf des Seilers war sehr angesehen, denn Seile - sie wurden aus Hanf oder Flachs hergestellt - brauchte jeder Bauer und jeder Fuhrmann.
Im Botenhaus wohnte der Bote des Domkapitels. Er war zu Fuß unterwegs. Seit den 1660er Jahren brachte der "Ordinary Pot" - übersetzt bedeutet dies "der gewöhnliche Bote" - die Post wöchentlich nach Salzburg
Mautkasten in Mauterndorf

Der Domkapitelsche "Kasten"

Seit dem Spätmittelalter hatt das Domkapitel an dieser Stelle seinen "Amtskasten", 1672 wurde das Dach durch eine Feuersbrunst vernichtet. Danach wurde ein viertiliges Grabendach aufgesetzt, wie es in der Stadt Salzburg üblich war. An der Fassade sind noch immer die Auslässe für die Wasserspeier zu sehen. Ende des 18. Jahrhunderts entstand das heute bestehende Dach.
Die runden Ochsenaugen unter dem Dach dienten zur Belüftung.
Zur Stiftzeit im Spätherbst jeden Jahres mussten alle dem Domkapitel unterworfenen Bauern im Lungau - etwa 450 an der Zahl - hier ihre Abgaben leisten. Die Aufsicht über die Ein- und Ausgänge hatte der Kastner, er vermerkte alles im Kastenbuch. Im Kasten konnten viele Tonnen Getreide gelagert werden, die regelmäßig umgeschaufelt werden mussten.
Brückenmühle in Mauterndorf

"Die Müll bei der Pruggen"

Hier war die eigentliche Mühle untergebracht. Der vorragende hölzerne Blockbau darüber ist zweigeschoßig und diente Wohnzwekcen. Ursprünglich waren wohl alle Fenster so klein wie jene im untersten Geschoß. Das angrenzende Haus, es heißt "Bäck ob der Fleischbrücke", hat eine besonders schöne, an frühen Resten orientierte Bemalung mit Naturkalkfarben in Rot, Gelb und Blau. Die Brückenmühle an der Fleischbrücke war eine von fünf Mühlen an der Taurach im Marktgebiet Mauterndorf. Alle waren Mautmühlen, für denen Benützung eine Maut entrichtet werden musste. Manche Bauern besaßen eine sogenannte Gmachmühle, wo jedoch nur das eigene Getreide gemahlen werden durfte. Zwischen den Maut- und Gmachmühlenbesitzer kam es daher oftmals zu Streit.
Die Fleischbrücke im Ortszentrum vom Markt Mauterndorf

Die Fleischbrücke

Die seit dem Mittelalter sogenannte Fleischbrücke hat ihren Namen von den Metzgern, die hier, von der Bürgschaft bestellt, ihre Fleischbänke hatten.
Bei ihrer Bestellung wurde ihnen ihre "Bank" samt einer Waage mit dem Auftrag übergeben, die Fleischstücke ordnungsgemäß zuzurichten und zu wiegen sowie die Fleischbank fein, sauber und geputzt nach Handwerksbrauch zu unterhalten. Nach Beendigung ihres Dienstverhältnisses war sie der "ehrensamen Bürgschaft" wiederum "unabgeschlaipfer" (=nicht zugrunde gerichtet) zu übergeben. Die Fleischbrücke war nicht nur die größte
Putzhaus neben der Fleischbrücke in Mauterndorf

"Das Haus ob der Pruggen"

auch Tanhauser-Haus genannt

Das aus dem spätmittelalter stammende Gebäude zählt zu den ältesten im Markt. Auffällig sind das schöne gotische Kielbogenportal mit der Kreuzblume und den symbolisierten Türmchen sowie die Fenster mit farbigen Eckeinfasserungen.

Beachtenswert ist auch die Rückseite des Gebäudes, wo zur Taurach hin ein Zugang besteht. Über den spätgotischen Aborterker wurden die Fäkalien im freien Fall entsorgt.


Putzhaus neben der Fleischbrücke in Mauterndorf

Haus am Burgstall

Vor dem Tanhauser Haus führt die kleine Straße hinauf zum Ortsteil Burgstall. Das Haus am Burgstall stammt aus dem 1. Drittel des 16. Jahrhunderts und ist besonders gut erhalten.

Der Erker an der Schmalseite enthielt einen Abort, über den die Fäkalien in freiem Fall entsorgt wurden, er stammt aus der Zeit der Erbauung.

Im Gegensatz zu den repräsentativen Giebelhäusern diente dieses Haus nur Wohnzwecken, vielleicht war im Untergeschoß auch Vieh untergebracht. Überhaupt hatten die meisten Häuser Mauterndorfs an der Rückseite Stallanbauten und Zugänge u den angrenzenden Wiesen und Feldern. Schließlich war weitgehende Selbstversorgung in früheren Jahrhunderten die Regel.



Treppengiebelhäuser

Treppengiebelhäuser

Die markantesten Gebäude "Am Platz" sind der alte Pfarrhof, das ehemalige Pflegehaus und das Gemeindehaus. Alle drei Gebäude waren im 17. Jahrhundert im Besitz der Familie Jocher und erhielten in dieser Zeit ihr prägendes Aussehen mit den Treppengiebeln. Im Inneren verfügen diese Häuser über große Eingangshallen, wo ganze Wagenladungen zwischengelagert werden konnten.

Hotel Post in Mauterndorf

Das Grimminghaus -

Hotel Post

Das Hotel Post hatte ursprünglich einen zum Platz gewandten repräsentativen Giebel und dazu im inneren einen prächtigen Saal, der jedoch schon im 19. Jahrhundert abgerissen wurde.

Sehenswert sind die weitläufige Vorhalle, der schöne Hof und die Zirbenstube mit dem Kachelofen aus dem 19. Jahrhundert.
Die Grimming waren das zweite bedeutende Mauterndorfer Adelsgeschlecht. Sie wurden bereits 1430 in Mauterndorf genannt und betätigten sich in erster Linie als landesfürstliche und domkapitelsche Beamte. Zwischen dem 15. und 18. Jahrhundert stellten sie im Lungau allein vier Mal den landesfürstlichen Pfleger von Moosham und drei Mal den domkapitelschen Pfleger von Mauterndorf.

Sonnja´s Tipps

Die Speikkeusche

Wussten Sie schon, ...

... hinter dem "Haus ob der Pruggen" liegt die Speikkeusche. Dort befand sich ehemals die Sammelstelle des gelben Speiks, der von Wurzelgräbern auf den umliegenden Bergen gesammelt wurde.
Das Recht, die Speikpflanze im Lungau sammeln zu dürfen, wurde vom Landesfürsten verliehen. 1665 wurde dieses Recht dem Grafen zu Ortenburg. In Kärnten für drei Jahre gegen eine Pacht von 400 Gulden verliehen. Im 18. Jahrhundert hatte der Großhändler Sigmund  Haffner in Salzburg dieses Recht inne. Der Speik wurde gedörrt und in Fässer verpackt, dann über Venedig und Triest in den Orient und nach Nordafrika exportiert. Dort wurde der Speik als Heilmittel und Badezusatz verwendet.

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